Projekt-Geschichte

März 2022

In unseren Projekten ist der Betrieb wieder vollständig angelaufen.

Die 5.Klässler haben ihre erste Nachhilfe bei uns beendet mit den staatlichen Prüfungen. Bis auf ein Kind haben alle ihre Leistungen verbessert  –  bis zu einer Note!                            Den fünf Besten haben wir anerkennende Zertifikate und einen Geschenkgutschein ausgestellt .                                                                         

Die neue Klasse hat schon mit  jetzt sieben Teilnehmern begonnen!

Die O-Level-Prüfungen für die 11.Klässler sind wegen des Papiermangels noch nicht abgeschlossen!

Auch die Mädchen in unserem Studentenwohnheim warten noch auf ihre Abitur-Prüfungen.

Fleißig gebacken wird in unserem neuen Backkurs – bunt und mit viel Spaß.

Der Neubau des „BeautyKids“-Kindergartens in Denipitiya geht voran,  allerdings schlägt auch hier die Wirtschaftskrise voll durch! Die Preise aller Baumaterialien sind in die Höhe geschossen und es gibt einen Mangel an bestimmten Rohstoffen. Der Sack Zement koste-te zu Baubeginn zwischen 1300 und 1500 Rupien, derzeit ist er auf 2100 gestiegen.     Wir bemühen uns, nachzufinanzieren!

Eine talentierte, aber arme Schülerin am Mirissa Central College wartet  auf finanzielle Unterstützung von Paten/Patinnen (monatlich 15€) !

Unser Osterfest und das singhalesisch-tamilische Neujahrsfest „Aluth Avurudu“    (siehe dort) fallen dieses Jahr ungefähr auf  dieselbe Zeit. So tauschen wir also unsere Wünsche aus:

„Möge Euch der Buddha das neue Jahr über Schutz bieten und Euch Rat und Beistand leisten bei der Überwindung aller Probleme und Herausforderungen!“

September 2021

Letzte Neuigkeiten aus Sri Lanka:

Lasith (Englischlehrer)

Die Schulen sind geschlossen, die Regierung hofft auf eine baldige Öffnung. Aber das Land ist erneut abgeriegelt. Rund 2000 neue Fälle pro Tag. Ich hoffe, dass das Land geöffnet wird. Die Wirtschafts- und Menschenrechtslage des Landes befindet sich in einer sehr schlechten Lage. Das Militär-Notstandsgesetz  wurde verhängt. Einige lebensnotwendige Artikel sind nicht verfügbar. Ich hoffe, dass ich nach dem Schulbeginn schnell neue Projektdetails senden kann. Viele Studenten haben ihre Ausbildung verloren. Einige Studenten versuchen, einen Job zu finden. Nach dem Schulbeginn stehen wir vor einer großen Herausforderung. Ich führe meinen Weheragalla-Unterricht als Online-Unterricht durch – erfolgreich.

Erangi (IT-Lehrerin)

Die aktuelle Situation ist nicht gut. Der letzte Tag, an dem wir draußen waren, war der 24. Mai. Danach wurde das ganze Land abgeriegelt. Ich erfülle meine Pflicht mit all diesen Schwierigkeiten. Ich habe Online-Kurse über die ZOOM APP gestartet. An den Kursen nehmen 5 bis 8 Kinder teil. Hasitha sagte, wenn wir die Gelegenheit haben, nach draußen zu reisen, wird er alles im Klassenzimmer durchsuchen. Als ersten Versuch haben einige Leute jetzt den ersten Impfstoff genommen. Wir haben es noch nicht erhalten. Viele Menschen sind gestorben. Und es nimmt von Tag zu Tag zu. Die Regierung erzählt Lügen über die tatsächliche Zahl der Todesopfer und der Infizierten. Über den Schulbeginn haben wir keine Ahnung. Aber trotz all dieser Schwierigkeiten geben wir als Lehrer unser Bestes, um die Zukunft unserer Schüler zu gestalten. Den ganzen Tag verwenden wir   WhatsApp und Zoom-App, um den Erfolg der Online-Bildung zu steigern. Es ist erfolgreich. Aber manchmal haben sie kein Geld, um Datenkarten zu kaufen. Dann schließen sie sich mir nicht an. Aber ich gebe nie auf. Ich werde mein Bestes tun, um diese Aufgabe zu erfüllen.

Rupani (Nählehrerin)

Die Situation in Sri Lanka verschlechtert sich wieder. Es sind 8 Teilnehmerinnen in der neuen Klasse. Ich verhandele noch einmal mit ihnen, um Unterricht durch Zoom zu halten. Es wurden Reisebeschränkungen verhängt und Mirissa ist nicht zu erreichen.

Dr.Lakshman (Gründer von ALSA)

Die Situation in Sri Lanka bezüglich Covid verschlimmert sich von Tag zu Tag. Die Zahl der Patienten steigt rasant. Der Impfprozess läuft, aber die Krankenhäuser sind bereits voll aus-gelastet. Wir führen auch nur noch Notfallmaßnahmen durch. Ich war heute bei ALSA. Es ist sehr traurig, den Ort ohne Studenten zu sehen. Der inselweite Lehrerstreik geht ebenfalls weiter, so dass die Schüler nicht einmal Online-Unterricht erhalten. Keine Ahnung von einem Datum, an dem das Unterrichten beginnen wird.

Krishanta (Koordinator Patenkinder)

Die Situation hier wird immer schlimmer. Die neue Delta-Variante verbreitet sich in Sri Lanka sehr schnell. Krankenhäuser stoßen an ihre Kapazitäten. Mehr als hundert Menschen sterben an einem Tag. Sauerstoff und zugehörige Ausrüstung werden unzureichend. Covid-19-Patienten sind überall im Land zu finden. Jetzt verlieren die Gesundheitsbehörden langsam den Halt. Der Impfprozess läuft erfolgreich. Die breite Öffentlichkeit erhält meistens den Sinapharm-Impfstoff. Die Leute sagen, der Impfstoff habe keinen Widerstand gegen Covid. Ich weiß es nicht. Die Schulen sind immer noch geschlossen und der Bildungsminister hat erklärt, dass die Schulen noch nicht geöffnet werden. Aus Protest gegen ihr niedriges Gehalt führen Lehrer keinen Online-Unterricht durch. Die Regierung kümmert sich nicht einmal um die Proteste.

Prinsy Ranatunga (DammasriSchool)

Es gibt etwa 32 Kinder aus armen Familien. Sie haben ihre Ausbildung aufgrund von Armut und Covid-Situation verloren. Alle Studenten müssen Online-Methoden lernen, aber unsere Kinder haben diese Einrichtungen nicht. Aus diesem Grund neigen unsere armen Kinder zu Drogen und anderen schlechten Verhaltensweisen. Sie haben viele finanzielle Probleme und brauchen in dieser Zeit Hilfe. Manche Kinder haben nicht genug Essen, manche haben nicht genug Schreibwaren für ihre Ausbildung, manche haben keine Eltern, Großeltern oder andere Verwandte kümmern sich um sie. Mirissa ist ein Fischerdorf. Alle suchen einen Job, um etwas Geld zu verdienen. Sie kümmern sich nicht um die Bildung ihrer Kinder. Sie versuchen immer, Geld für das tägliche Leben zu verdienen.

Piumi (Preschool „BeautyKids“)

Wir wollen möglichst schnell das neue Gebäude für den Kindergarten errichten. Die Baugenehmigungen liegen endlich vor. Aber die Situation ist nicht gut. Wegen der Ausgangssperre können wir und eben auch die Bauarbeiter nicht rausgehen. Vindya, die Leiterin teilte mit, dass ihr Vater und ihr Ehemann eine Hütte auf dem Gelände bauen um zu zeigen, dass wir auf diesem Land bleiben wollen. Jetzt geht es um Elektrizität und Wasser. Also bitte warten!

Divan (unser Patenkind) –

Ich und meine Mutter sind in Matara Town. Einige Geschäfte haben geöffnet. Die Schule soll im nächsten Monat geöffnet werden. Ich bin jetzt in Klasse 10. (Armane: Also ist das dein letztes Jahr für das O-Level? Bist du erfolgreich?) Nicht perfekt. Die Schulen waren jetzt 8 oder 9 Monate geschlossen. Wir vermissen sehr den Unterricht

 Juli 2021

Weil die Regierung zum buddhistischen Neujahr (siehe REPORT24) im April sämtliche Restriktionen zum Reiseverkehr innerhalb des Landes aufgehoben hatte, kam es zu einer erneuten heftigen Welle an Covid19-Infektionen. Es gab Ausgangsbeschränkungen und ein Verbot, zwischen den Provinzen zu reisen. Alle Schulen und Kindergärten blieben geschlossen.

Wenn demnächst die Schulen wieder öffnen, stellt sich –wie bei uns in Deutschland- die Frage, wie kann man die dramatischen Lernrückstände ausgleichen, die besonders bei Schulkindern aus bildungsferneren, ärmeren Haushalten die Ungleichheit der Bildungschancen erheblich verschärfen. Um gute Schulabschlüsse zu erreichen, müssen im sri-lankischen Schulsystem SchülerInnen an privaten kosten-pflichtigen Nachhilfekursen teilnehmen. Dazu erreicht uns von der Dammasara-Zwergschule (siehe „Grundschule“) folgender eindrücklicher Brief:

„Es gibt etwa 32 Kinder aus armen Familien. Sie haben ihre Ausbildung aufgrund von Armut und Covid-Situation verloren, müssen sich aber der gleichen Prüfung wie andere stellen. Als Folge der Covid-Situation müssen alle Studenten von Sri Lanka Online-Methoden lernen, aber unsere armen Kinder haben diese Einrichtungen nicht, so dass sie alle hilflos sind. Aus diesem Grund neigen unsere armen Kinder zu Drogen und anderen schlechten Verhaltensweisen. Sie haben viele finanzielle Probleme und brauchen in dieser Zeit Hilfe. Manche Kinder haben nicht genug Essen, manche haben nicht genug Schreib-waren für ihre Ausbildung, manche haben nicht ihre Eltern, sie kümmern sich um ihre Großeltern oder andere Verwandte. Mirissa ist ein Fischerdorf. Alle sind beschäftigt, etwas Geld zu verdienen. Sie kümmern sich nicht um die Bildung ihrer Kinder und ihre Bedürfnisse. Sie versuchen immer, Geld für das tägliche Leben zu verdienen. Wir haben viele engagierte Lehrer an unserer Schule, die diesen Schülern helfen können, wenn Sie sie finanzieren. Bitte bedenken Sie wohlwollend diese Angelegenheit. Vielen Dank“  

Daher haben wir uns entschlossen, ein neues Projekt zu beginnen:              „Advance Rural Schools“ (ARS) „Förderung ländlicher Schulen“.

Drei Lehrkräfte sollen in den verschiedenen Fächern zwei Stunden pro Woche zusätzlichen Unterricht geben. Dafür ist eventuell ein Shuttle-Service nötig, um die Kinder von zuhause zu unserem Ausbildungs-Trainings-Zentrum am Weheragalla Tempel und zurück zu bringen. Zwei Schulen wollen wir ausstatten mit Internet-Anschlüssen und dafür nötigen Geräten. Bei Bedarf finanzieren wir Schulutensilien wie Ranzen, Schreibmaterial, Schuhe etc. Und in einer Schule erwägen wir die Ausgabe einer Mahlzeit pro Tag.

Um das finanzieren zu können, fragt bitte in Eurem Bekanntenkreis oder wenn Ihr Kontakt zu Bildungs- oder Gesundheitseinrichtungen habt.  For a better Future!

Ende 2020

Schulen sind wieder geöffnet. Unser Englischunterricht findet statt im Zentrum (für 21 Schüler*innen) und gleichzeitig online (für 10). Im MediaPoint können digital wieder verschiedene Geräte und die Bibliothek benutzt werden. Mrs.Erangi unterrichtet 17 Kinder und Jugendliche im Umgang mit Computer-Software. Fünfzehn junge Frauen nehmen an den Nähkursen mit Mrs.Rupani teil. Für die Vorbereitung im ALSA auf das A-Level hat Dr.Lakshman Lehrkräfte gefunden, die die verschiedenen Kurse (Math, Bio, Physik, Chemie) auf Video aufzeichnen und den Schülerinnen so zur Verfügung stellen.

UNICEF  am 20.November 2020    zum “World children‘s day”       

  “A day to reimagine a better future for every child”

Das sind unsere Kinder

Oktober 2020 10 Jahre Projektarbeit

Eigentlich wollten wir dieses Jubiläum feiern, Aber zu der Zeit gab es keine Flüge und die Regierung von Sri Lanka stellte keine Visa für Touristen aus. Zu diesem Anlass erreicht uns dieser Brief von dem leitenden Mönch des Tempels an unserem Projekt:

„Letter of appreciation for the great Service rendered at the Weheragalla Ancient Temple

I am writing this letter to let you know how much we appreciate the countless service that you have been doing for over ten years up to right now especially to our temple and the surrounded people of our village. In fact, we are inspired by your compassion and commitment for everything. I personally believe even though I am writing this thanking letter, we cannot extend our gratitude this simple for your outstanding services provided on behalf of the wellbeing of our country voluntarily even without confining it to our temple alone. To convince  the service you have done over past years, we would like to remind that especially you could open up and maintain a Preschool   at our place for our village children and indeed many of them have benefited from it. It is indeed happy to say that those benefited are now very good at learning at their secondary schooling.

Not only this, but you have also extended your great service to help build a Vocational Training Centre along with a new building for the temple donating a great amount of money that was just a dream to us without your help. As far as I am concerned, English and IT knowledge is disseminated together with the preschool education among the people of our village now from our temple.

Over all this, we must be happy to inform you that the love and companion you are sharing with us, the monks and the people, are strongly esteemed by all of us. Last but not least, I would like to extend our due thanks to Mr. Eberhard and Ms. Armane, two very kind people from Germany, from the bottom of our heart. Hence, we believe that if the world is filled out one day by the people like you, there is no doubt this universe would be of full of gods and goddesses!  May the Triple Gems bless you! We wish you good luck. Yours faithfully,  

Ven.T.Saranasiri Thero (Podi Hamuduruwo) Chief Incumbent, Ancient Weheragalla Temple, Mirissa, Sri Lanka.

Anfang 2020

12.3. “All schools island-wide will be closed from tomorrow till 20 April 2020 as a precautionary measure against Coronavirus” (Lasith, English) 17.3. „People are a little bit in a panic mode because now there are around 43 patients tested positive for the virus in just a week, so everyone is definitely scared to go anywhere in public. We stay at home most of the time and avoid going anywhere other than at an emergency, because we’ve been asked to. The Sri Lankan Airport has been suspended for 2 weeks, many jobs were given a 3-day public holiday , there is limited public transport (most of the trains have been suspended), there is panic buying almost everywhere and so on.” (SandaliThisaka) 21.3. “Government put curfew this weekend. Anyway, the country is in lockdown. Climbing number of patients daily. Most people have no idea how to deal with communicable diseases. ALSA is doing fine. Girls are in the house, one mother staying at ALSA and taking care of them. I prohibited them to go home because it will 'make them more vulnerable to the disease. We provided necessary dry food and things. They just have to stay in ALSA  and study. Their examination will not be delayed or postponed, so they have to keep working. I visit ALSA  frequently although its curfew, medical work considered as essential work so I can go anywhere I want. This is the biggest challenge doctors have to deal with. (Dr.Laksman, ALSA) 21.3. “Sri lanka is now wery big problem to corona three day is close ewri on  staine home.” (Lakma, Sea View) 23.3. “We are experiencing a bad time here. Police curfew has been imposed on us. There are 89 victims of Corona disease being treated at different hospitals. Luckily no patients have been reported in Matara.” (Krishanta, CentralCollege) 23.3. “We know by this point Coronavirus is spreading all  over the world. In  Sri Lanka also the number of Corona patients has risen to 86. The airport has been closed and all the Sri Lanka has lock down by this time. Because the situation in Sri Lanka is likely to get worse in the future. By this  point   he  developed countries  cannot  control   this situation. So, we are also afraid of how to control Sri Lanka. As itis  poor  country. Because this situation is very bad. May theTriple Gem bless you !!!” (Rev. Vipassi Karlsruhe Scholarship Programme) 31.3. “I can the buy same food  rice and spice now some time not  eat to food . Sooo thankyou.” (Lakma, Sea View) 10.4. “Here in our village we identified some families without food because of curfew . So i make a group and gave some food for them. All around country labours lost their job. big economy issues. (Lasith, English)

11.4. “Thanks for the relief of famine. I use it to buy some food packets tomorrow itself .Bless you. Normally food items pack Rs 1000 so we will help 20 families with your relief. I know that you and your association always help our country.” (Lasith, English) 18.5. “We all are fine under the corontine. Our country is not yet settled. But some government workers doing their jobs. It is really hard to face this situation. I feel life has stopped in the same place. Nothing can do. But we hope the country will settle end of this month.” (Erangi, Computer) 9.6. “Dear sir one help me please 20000 rupees to loan you coming sri lanka I am pay 20000 again. My home is very problem no eating food for medicine no money . Please” (Lakma, Sea View) 11.6. “People without money to buy food little bit better now. But helping process is being continued.” (Lasith, English) 11.6. “All the people here suffer a lot as they are experiencing a financial crisis. Even we don't have our private tuition classes now. The students say that your financial support is a great asset and relief for them at this difficult time.” (Krishanta, CentralCollege) 4.8. “Students are back and now its functioning as usual. This corona situation little under control for now. Is there any way that ALSA students can make a vidio call to you? They will be motivated more if you talk. i tell every one who  donate to talk to students ,at least once a month. It helps both students and the people who donate to feel something about what we are doing.” (Dr.Laksman, ALSA) 7.8. “We are also fine. But the situation is the same as before. The schools are closed. Social distance has occurred . Patients are found in some places. We hope to start classes after the schools are opened.” (Erangi, Computer) 9.8. “I started sawing classes in Mirissa. Eight new women joined.” (Rupani, Sewing) 14.8.  “Hope you will be able to come to Sri Lanka in November. Only 230 covid 19 patients are in hospitals now. They all are returnees from abroad.“ (Krishanta, CentralCollege) 17.8. “I hope to start every class within this week. I think everything will be normalized soon. School will be started with safety regulations we can do same in class also. School starts different stages. So I  inform our students as their arrival.” (Lasith, English)

Teacher’s Lunch

Einmal im Jahr laden wir alle unsere Mitarbeiter ein zu einem gemeinsamen Essen. Die Stimmung ist gut!

Als Anerkennung und Dank haben wir am letzten Tag alle Mitarbeiter eingeladen zu Tee, Gebäck und Pralinen. Dabei haben wir ihnen unser Slhoch2-Präsentationsvideo vorgeführt, das wir zum Teil beim letzten Aufenthalt  aufgenommen hatten. Mrs Roshani vom Kindergarten, Mr. Lasith und Mrs.Geetha erhielten als Abschiedsge-schenk  je eine Kamera und Nimalasiri vom Videokurs einen Camcorder zum Üben. Beim Abschied spürte man, wie tief die Verbundenheit und das Vertrauen auf unsere Zuverlässigkeit inzwischen gewachsen sind. Wir sollten bald wieder kommen!

2017„Generation Praktikum“ – jetzt auch bei uns für 3 Monate

  • Nicolas Ischen, 21, hat gerade Abitur gemacht an der ehemaligen Schule von Armane. „Da ich gerne die Welt bereisen wollte, jedoch mit mehr Substanz als lediglich Koffer in ein Hotel für ein paar Pesos zu tragen, entschied ich mich als Volunteer nach Sri Lanka zu reisen. Ich war sehr überrascht von dem, was binnen 7 Jahren aufgebaut worden war, sowohl ein großes Schulgebäude, sowie etablierte Lehrkräfte.

Ich assistierte zu Beginn in Armanes Englisch Unterricht, welchen ich anschließend übernahm, eine Klasse mit Frauen aus dem Dorf, deren Kinder die Pre-School besuchen. Gleichzeitig lehrte ich junge Mönche im Tempel Englisch, was je-doch in keinster Weise einfach war. Es wurde einem viel Desinteresse entgegengebracht und manchmal fehlte jemand, welcher meine Worte in Sinhala übersetzt. Der Deutschkurs für die älteren Mönche verlief mit viel Spaß und Erfolg. Es machte auch viel Freude zu sehen, dass Arbeit Früchte tragen wird, wie zum Beispiel im Nähkurs ganze Kleider bestaunt werden konnten. Ich hoffe, dass das Projekt weiterlaufen wird, vor allem mit noch mehr Schwung, der alles noch weiter nach vorne treiben wird. Die Umstellung der Computerkurse auf die viel praktischeren Raspberrys sehe ich auf jeden Fall als großen Schritt für die Zukunft an.        Es macht mir Freude, im Projekt zu sein und ich danke für die Möglichkeit, die mir zuteil wurde.“

28.05.2017 Flutkatastrophe im Süden

Aus unserem Projekt in Mirissa erreichen uns folgende Nachrichten:

Wir hatten häufige Stromausfälle und keine Wasserversorgung. Allerdings sind wir alle ok und viel besser dran als die armen Leute im Inneren des Landes, die wirklich leiden.

Die Schulen sind geschlossen, wie viele der Läden, da die Leute nicht zur Arbeit reisen können. Es gibt eine begrenzte Versorgung mit Gemüse auf dem Markt, da LKWs Schwierigkeiten mit Lieferungen haben und natürlich können die Fischer wegen starker Winde und schwerer See nicht ausfahren.

Alle Lehrer sind ok. Einige Häuser unserer Kinder und Studenten sind Überschwemmt, aber ganz Matara Stadt ist unter Hochwasser und in Gefahr. Wir sammeln alles was wir können. Alle Menschen arbeiten Tag und Nacht, um zu helfen Jetzt gehen wir an Bord, um einige Leute in Matara Stadt zu retten.

Wir erhielten die Erlaubnis, um im Tempel zu kochen und machten 3200 Reispakete fertig zum Abendessen von Leuten, die in den Lagern in Matara sind. Also war jeder sehr beschäftigt und alles musste fertig werden. Viel Arbeit. Es war nicht einfach aber wir hatten Erfolg und konnten die Reispakete in drei Lager in Matara bringen . Nachdem wir es getan hatten, kamen noch mehr Leute mit Reispaketen. Wieder haben wir gekocht und machten 200 Reispakete und wir bringen sie auf der Schulter zu Fuß so weit weg. Weil die ganzen Straßen mit dem Wasser voll sind und wir nicht finden können, wo die Straße ist. Als wir sie gebracht haben, war das Wasser bis  zu meinem Hals. Allerdings haben wir ihnen Reispaketen und Wasserflaschen gebracht. Sie weinten und dankten uns und sagten, dass sie kein Essen seit zwei Tagen bekommen hätten. Es gibt kleine Kinder. Sie haben eine Jackfruit gekocht und die Kinder haben sie gegessen. Es war eine Tränengeschichte. Wir kamen sicher zurück zur Seite, die nicht überflutet war und die Zeit war 1:30 Uhr.

Am nächsten Tag gingen wir auf dem Weg zum Sammeln von Lebensmitteln, Büchern, alles, was den Betroffenen helfen kann. Und am nächsten Tag machten wir Pakete von Trockenfutter, die wir gesammelt und in den betroffenen Bereich gebracht haben. Wasser war noch da und wir brachten sie mit dem Boot und zu Fuß beim Tragen von lebensrettenden Jacken.

Und am nächsten Tag kochten wir wieder und brachten 500 Reispakete ins Akuressa Gebiet, wo Mr.Sahan (ehemaliges Gothama Thero – Red.) lebt. Er und sein Haus sind ok und er kommt auch zu uns. Das Wasser fiel und Leute putzten dort Häuser. Sie haben den ganzen Tag nichts gegessen.

Bücher, und Schultaschen, und andere viele Dinge waren überall zerstört. Wasser ist bis zum Dach der Häuser gekommen. Dennoch können sie nicht glauben, was mit ihnen passiert ist.

Und am nächsten Tag wieder gehen wir mit unseren Damma Schülern zu Fuß zu den Häusern. Und wir bitten um alles, was sie für Betroffene geben können. Wir sammelten viel Essen und bringen sie auch nach Thihagoda weit weg von Matara Stadt.

Wir haben eine Organisation schnell mit dem Tempel Dayaka Saba, der Tempel Schule, unserer Preschool,  unserem Berufsbildungszentrum und anderen zwei Tempel in der Nähe unseres Tempels geschaffen. All diese Arbeit wurde von unserer Organisation gemacht. Ich gebe das Geld, wie du gesagt hast, aus dem Budget zu unserer Organisation, um alles zu kaufen, was wir brauchen, um Menschen zu helfen. Wir danken Ihnen für Ihre Spende sehr. Viele Leute danken uns mit Tränen in den Augen. So war es eine große Hilfe für unsere Leute. Vielen Dank für alles auch von uns.

In den letzten Tagen haben wir ein großes Problem mit Strom. Wir hatten keinen Strom für 4 Tage. Es war wirklich ein großes Problem für uns. Auch keine Internetverbindungen, das Signal von Handtelefonen funktionierte auch nicht richtig.

Jetzt sind die Leute zu ihren Häusern zurück gekommen um sie zu reinigen. Jetzt ist Essen für sie ok. Aber jetzt haben die Schulen wieder auf gemacht aber es gibt keine Möglichkeit, in die Schulen zu gehen. Alle Bücher und Taschen, Uniformen sind durch Wasser zerstört. Wir sammelten und gaben ihnen einiges. Aber es ist nicht genug. Also, wenn Sie irgendeine Hilfe für uns tun können, um ihnen die Schulausrüstung zu bringen, ist es eine große Hilfe für sie.

Der Berg der Rückseite des Kindergartens ist in der letzten Woche wegen des Regens total abgerutscht. Wir sollten den Teil des Erdrutsches sehr schnell beseitigen lassen, um Kinder zu sichern. Und sollten die Rampe des Berges neu gestalten wie am Vocational Training Centre. Dafür hatten wir einen Bagger gebracht, um den heruntergefallenen Teil durch Kipper zu entfernen. Dafür brauchen wir viel Geld. (Kann mehr als LKR, 40.000,00 sein)

Heute  beginnen Preschool und andere Klassen wieder. Wir hoffen, nach dem 20. dieses Monats weitere zwei Computerkurse und Electrical Kurs zu starten.

2016 Unsere Seefracht-Transport nach Sri Lanka

Zur Eröffnung des neuen Ausbildungszentrums rechtzeitig angekommen war unsere Seefracht im Hafen von Colombo und in Mirissa. Ein Großteil der Tische und Stühle, die wir von der Käthe-Kollwitz-Schule in Bruchsal gespendet bekommen hatten, mussten wir jedoch dem Sperrmüll übereignen, da völlig unabsehbar war, ob wir sie überhaupt hätten einführen dürfen und was uns das an Zollgebühren gekostet hätte. Trotzdem sind mit all den gespendeten Nähmaschinen, allem Zubehör, noch Computer und Monitore, Bücher und Spielsachen für den Kindergarten 6 Kubikmeter zusammen gekommen, die uns eine Firma in Bruchsal freundlicherweise und kostenfrei seetüchtig verpackt hat. Die Fa.Dachser in Karlsruhe hat den Transport übernommen und uns mit ca. 500 Euro einen guten Preis gemacht. Der Zoll in Sri Lanka hat dann als Gebühren das doppelte verlangt (bei einem geschätzten Warenwert gespendeter, gebrauchter Güter von auch nur 1000 Euro !).

2015 Personalie

Um seinen Vater zu pflegen, hat Gothama (re.), unser bisheriger Kontaktmann vor Ort, seine Robe abgelegt und den Tempel verlassen. Nachfolger ist sein Stellvertreter Nimalasiri (Mitte). Der Chief-Monk PadiSadu(li.) wird ihm jegliche Unterstützung zukommen lassen.

Nimala, jetzt bald 21 Jahre alt und seit dem Alter von 10 in dem Orden, war Armanes erster  Schüler im Englisch-Unterricht, als wir vor fünf Jahren vor Ort waren. Sein Versprechen, fleißig Englisch zu lernen, hat er eingehalten; die Verständigung ist ausgezeichnet. Seinem Alter, das ihm persönlich vielleicht nicht immer die notwendige Autorität verleiht, verdanken wir aber sein besonderes Engagement und seine eigenständige Kreativität für das Projekt. Neben seinen Aufgaben im Tempel studiert er Religionswissen-schaften an der nahegelegenen Universität. Sein Lächeln ist ansteckend und verbreitet eine freundliche, friedvolle Atmosphäre. In diesem Jahr wird er die nächst höhere Ordination in seinem Orden erhalten. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit !

2015 Gesundheitsfond

Bei unserem letzten Aufenthalt vor Ort hat uns unser Repräsentant Nimalathero auf die Gesundheitsprobleme der Eltern von Devindu Pansara, einem unserer Preschool Kinder aufmerksam gemacht. Devindu ist Einzelkind, die Mutter war vor Kurzem an Krebs operiert worden und jetzt kam die Diagnose einer Herzerkrankung des Vaters dazu, die einen operativen Eingriff notwendig mache. Um die Kosten von 100.000 Rupien (das entspricht etwa 600 Euro) aufzubringen, werde in der Gemeinde gesammelt. Wir haben spontan eine Hilfe von 10.000 Rupien zugesagt.

Beim Treffen der ehemaligen KindergartenKinder kam die Mutter von Sewmee auf uns zu und berichtete von der Bluterkrankung ihrer Tochter, die tägliche Medikamenteneinnahme und monatliche Arztkonsultationen notwendig mache. Auch hier haben wir darauf hinge-wiesen, dass unsere Geldmittel begrenzt seien und wir bei Krankheitskosten kein neues Bedarfsloch aufmachen dürfen. Die Kosten für einen Monat (10 €) haben wir trotzdem einmalig übernommen.

2015 5 Jahre Projekt

Dies sind einige der Ansprachen, gehalten auf unserer Jubiläumsveranstaltung im Projekt am Weheragalla Tempel in Mirissa am 23.April 2015

Success is not what we get. Success is what we give.” Before you come, there was a preschool only for name with few students and with few facilities, it was only a building with one alone teacher. I think you may remember it. And most of us were only know English alphabet. It also was not correctly and we did not have any hope to learn English. Eric uncle, when you was the sun to our world, Amanda aunty, you were the moon. We were born again and grew up under the shade of this sun and moon. When you come here I was only know few words: come, go, sit, sorry, thank you, like that. I was the first student of your and now I am very proud to make a speech like this in front of you. Sometime you was a mother, a father, a friends, a teacher to us. We never forget what we got from you. Thank you very much for been the shadow of us and bring us to this place. We will go to top of the head in our life with your help. Thank you all for serving our country. You all are our sunshine. Ihr seid die besten Lehrer in der Welt. die wir in unserem Leben je getroffen haben, ihr steht hinter uns wie ein Schatten, ihr habt einen besonderen Platz in unseren Herzen. Vielen Dank!“                                                  Nimala Thero  

„Thank you giving me an opportunity to address you. We are so happy to follow a real practical warring course. We start this course with small facilities and now we can do a normal repair and wire a house. Thank you very much for letting us  do real practical warring course. But I think we should improve more facilities. Thank you very much!

      Den Menschen, die zur Entwicklung und zum Erfolg unseres Projektes beigetragen haben, verleihen wir ein Diplom als Anerkennung und Dank

2015 5 Jahre Jubiläumsreise Sri Lanka

1.Tag   FRA ab 14:55 (12:20) (Transit DOHA)

2.Tag  CMB an 7:40 Transfer nach Negombo (0:20)

3.Tag  über Pinnawela (88km/1:45) nach Anuradhapura (138km/2:15) ÜF

4.Tag   Anuradhapura (Besichtigung), weiter über (Mihintale und) Aukana nach Sigiriya (70km/1:10) ÜF

5.Tag   Sigiriya Felsbesteigung; Ausflug nach Dambulla (10km/0:30); Sigiriya ÜF

6.Tag   Auf der Fahrt:Gewürzgarten; weiter nach Kandy (110km/2:00) ÜF

7.Tag   A: Kandy ÜF     B: nach Nuwara Eliya (75km/1:20) ÜF

8.Tag   A: nach Nuwara Eliya (75km/1:20) ÜF B: Nuware Eliya, Horton Plains ÜF

 9.Tag   Zugfahrt nach Ella/Badulla und weiter nach Aruga Bay (142km/2:30) ÜF

10.Tag Ausflug nach Nintavur (75km/1:15), zurück nach Aruga Bay ÜF

11.Tag Fahrt nach Mirissa (265km/4:30) ÜF

12.Tag Mirissa: Projekt Weheragalla Tempel ÜF

13.Tag Mirissa: Ausflug Nawimana: Gayans Familie und Gayans/Lasiths-Schule ÜF

14.Tag Galle (Besichtigung, Leeds Int.School Nikki) (33km/0:35), weiter nach Hikkaduwa (Tsunami-Museum) (14km/0:20), evtl. Turtlefarm, weiter zum Hotel am Flughafen (140km/2:00) ÜF

15.Tag CMB ab 9:20 (Transit DOHA) FRA an 18:50 (13:55)

Und so haben die Teilnehmer der Jubiläumsreise vom 11.bis 25.April ihre Eindrücke und Erlebnisse beschrieben:

„Sri Lanka – meine weitentfernteste Reise. Habe ein bisschen Reisefieber: langer Flug, Klima, Ernährung…. Endlich ist es so weit. Angenehmer Flug mit Sri Lanka Airline. Colombo, „nous voilà“ alles gut überstanden. Herzlicher Empfang durch Amanda und Eric. Schnell noch Geldwechsel (plötzlich habe ich ein Paar Zehntausender in der Tasche. Es ist sehr warm aber überraschend gut verträglich. Was erlebe ich in diesen spannenden zwei Wochen? Eine wunderbare Entdeckungsreise durch dieses „schöne Paradies“. Mit Palmen und Farnen gesäumte Nebenstraßen – Reisfelder – Tee-plantagen, die wie ein grüner Teppich über den Berghängen liegen – berühmte Kulturstätten (ich werde immer schneller im „Schuhe-aus-und-anziehen“)– Erklimmung des steilen Felsens von Sigiriya mit Ausblick über die weite Landschaft –Anspruchsvolle Wanderung zur spektakulären Schlucht namens „world’s end“, und die Einheimischen mit Ihren Flipflops! – Jeepsafari – Elefantenritt als Überraschung – Zugbummelfahrt  mit spektakulären Panoramen – Ostküste, ein unvergessliches Erlebnis: Schwimmen im Indischen Ozean mit einem waagrechten Sichelmond! – Mirissa: Fahrt mit TukTuks zum Weheragalla Tempel und die herzliche Begrüßung der Preschool Kinder – ihre großen dunklen Augen – die Patenkinder Gayan und Divan und ihr einfaches Zuhause –die 15jährige Nikini und ihre erfolgreiche schulische Laufbahn – und zum Abschied ein typisch srilankisches Essen mit Reis und Curries. Erfolgsrezept dank wertvoller, unermüdlicher Übersetzungen von Armane und ausgezeichneter Organisation und Unterstützung von Eberhard. BRAVO – Sri Lanka, ich komme wieder! „

 „Sri Lanka, so groß wie Bayern, ist ein unglaublich grünes fruchtbares Land und bietet von Reisfeldern, Teeplantagen, Bergen, Wasserfällen und großen Dschungelregionen eine begeisternde landschaftliche Vielfalt. Beruhigend für mich zu wissen, dass in Sri Lanka niemand hungern muss. Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Beeindruckt hat mich, dass Menschen auch bei heftigen tropischen Regengüssen mit Grazie und Gelassen-heit durch den Regen gehen. Unvorstellbar für uns, eine ganze Familie auf einem Motorrad. Aber es funktioniert und ist auf den Straßen sehr oft zu sehen. Leider konnte ich die lang ge-plante Reise nur zur Hälfte genießen, da ich wegen eines Trauerfalles den Urlaub vorzeitig abbrechen musste. Bei heftigem Gewitter und tropischen Regenfälle, innen wie außen, habe ich Sri Lanka mit dem Wunsch verlassen, wiederzukommen und die Reise zu beenden. „  

1990 habe ich diese Insel zum ersten Mal bereist und mich damals in Land und Menschen verliebt. Jetzt haben wir gemeinsam mit drei Freunden noch einmal eine Rundreise gemacht – und ….. es war wie damals :  abwechslungsreiche grüne Landschaften, Reisfelder und Teeplantagen  soweit das Auge reicht, alpin anmutende Bergstraßen, überall leuchtend weiße Stupas aus dem Grün ragend, Ruhe vermittelnde Buddha Statuen, weite Sandstrände… Und immer wieder lächelnd winkende Menschen, strahlende Kinderaugen.

Wer sich die 10h Flug zumutet, wird nicht enttäuscht werden. Für mich persönlich war es ein Feuerwerk der Wow-Effekte. Das Land und die Leute haben alles zu bieten, was zu einem großen Spektrum des Lebens und der Gefühle dafür zu tun hat. Auf jeden Fall werde ich weiter meine Unterstützung für die Projekte anbieten und auch gerne meine Urlaubszeit dort verbringen.

„Perle oder Träne im Indischen Ozean“? Für Sri Lanka  gilt wohl beides! Eine echte Perle, betrachtet man die weiten palmengesäumten Sandstrände mit den gischtgesäumten Wellen des tiefblauen Meeres, die üppige Vegetation mit den grünen Reisfeldern und den zum Teil bizarren Felsformationen und aufragenden Bergen. Und natürlich vor allem die freundlich-strahlenden Gesichter der Menschen dort. – Aber in der Projektarbeit begegnet man auch den Tränen  leidvoller Schicksale in den Familien, Gewalt und Rassenhass in der Gesellschaft, Korruption und Willkür in der Politik. Nicht ohne Grund zählt Sri Lanka zu den 187 Entwicklungsländern in dieser Welt (2013: Rang 73). Den Menschen zuliebe wünschen wir hilfreichen Fortschritt.

            
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2014

Zur Zeit wirken zwei Studentinnen aus Belgien im Rahmen eines studien-begleitenden Praktikums u.a. mit am Projekt. Kaat gibt einmal wöchentlich Englischunterricht für die Eltern der Preschoolkinder und die Kinder selbst werden seit Januar unterrichtet von Elise. Auch hier wieder ist die Lernbereitschaft beeindruckend!

2014 FOTO Contest

Im April haben wir alle Fotoapparate, die uns von Mitgliedern und Freunden gespendet und mit geschickt wurden, an interessierte Teilnehmer an unseren Kursen ausgegeben. Über zehn Kameras erhielten wir nach unserem Aufruf, die meisten über Robin, unseren zweiten Vereinsvorsitzenden.

Unsere Idee war, Kinder  und Jugendliche aus unserem Projekt Fotos machen zu lassen ohne jegliche Vorgabe. Wir wollten  sehen, mit welchen Augen sie ihre Welt sehen und was davon sie festhalten wollen. Die interessantesten Aufnahmen haben wir den jungen Fotografen ausgedruckt und stellen sie Euch hier zur Bewertung vor. Die von Euch als Beste gewählt werden wir beim nächsten Abschiedskonzert den Eltern und Gästen zur Beurteilung zeigen und die drei Gewinner erhalten dann jeweils ihre Kamera als Geschenk.

Es hat uns nicht überrascht, dass das „Kinder“ Bild No.06 die meisten Zu-stimmungen bekommen hat.

Dasselbe hatten wir erwartet, als wir die 8 besten der von euch ausgewählten Bilder den Eltern und Gästen beim Konzert im No-vember vorgeführt haben. Mit großer Begeisterung und Beteili-gung (viele wollten mehr als nur eine Stimme abgeben!) haben sie gewählt! 79 Stimmzettel hatten wir am Schluss auszuwerten.  Dieses Bild (auf eurer Liste No.10) bekam die meisten Stimmen (26).   

Erst an zweiter Stelle wurde euer Favorit gewählt (16 Stimmen) und als drittes Bild No.08  (7 Stimmen).

Wir denken, wenn man täglich diese Kinder um sich hat, auch wenn sie noch so hübsch und liebenswert ausschauen, löst ein Foto von ihnen nicht dieselbe Attraktion aus wie bei uns in Europa. Aber Kinder im Zusammenhang mit ihrer Bildung sind für die Eltern eher bedeutsam!

Den jungen Fotografen, dem 11jährigen Sithisa, der 14jährigen Nethmini und dem 14jährigen Pumudu, konnten wir noch bei der Veranstaltung die von ihnen benutzen Kameras als Preis u Geschenk überreichen.

April 2014

Für 14 Uhr haben wir die Erzieherinnen, die IT-Lehrerin und den Englisch-Lehrer in unser Haus eingeladen für eine erste „Teamsitzung“. Unsere Idee war, dass alle ein gemeinsames Verantwortungsgefühl für das gesamte Projekt bekommen, über alles gleichermaßen  informiert sind und alles mit uns gemeinsam beraten und besprechen können. Wir merken: Teamarbeit ist eine westliche Erfindung und bedarf wohl einiger Eingewöhnung. Die wöchentlichen Englisch-Kurse, die wir mit Mr.Lasith und den Erzieherinnen im Oktober letzten Jahres angeregt und finanziert haben, zeigten bei aller Schüchternheit schon erste Fortschritte in der Verständigung. Zum Computertraining mit Mrs. Geetha war es allerdings nicht gekommen und in der Sitzung kam es zum Streit zwischen den Frauen bei der Frage, wer daran schuld war. Gothama schlichtet solche Konflikte und übernimmt es daraufhin, die Erzieherinnen selbst in die Arbeit mit Computer und Internet einzuweisen. Erste Emails und Facebook-Einträge haben uns zwischenzeitlich schon erreicht.

2013

Wir waren wieder vor Ort!

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Dienstag 22.April 2014. Nach einer beeindruckenden dreitägigen Bergfahrt mit den alten ratternden Zügen von Colombo in die Berge Sri Lankas bis Badulla erreichen wir am späten Nachmittag Mirissa. Der Empfang ist wie immer herzlich, sofort sind wir in der Familie aufgenommen und sogar Nikkis Grandpa kommt angerannt, um uns in die Arme zu schließen.
Wir sind wieder „daheim“!
Am nächsten Tag geht’s mit dem Threewheeler erstmal in den nächstgrößeren Ort nach Weligama, wo wir mit Meena Nahrung und Getränke für die erste Woche einkaufen. Nachmittags schauen wir schon mal im Tempel vorbei, um erste Hände zu schütteln. Der nächste Morgen sieht uns um 9 Uhr schon am Projekt, wo wir die Ankunft von Martinas Reisegruppe („auxilio venire e.v.“) erwarten.
Und genau: für hiesige Verhältnisse („Sri-Lanka-Time“) völlig ungewöhnlich kommen die fünf TucTucs pünktlich aufs Gelände gefahren. Empfang durch die Kinder der Preschool mit Blumen, Gesangs- und Tanzvorführungen bei Tee, Früchten und Gebäck, Besichtigung von Anlage und Tempel, Informationen über Buddhismus und Segnung durch Gothama, anschließend ab 12 Uhr bei Indrani in der Batikwerkstatt.
Es ist ein heißer Tag! Aber Martina will sich mit ihremVerein an unserer Nähwerkstatt / Freizeitheim für junge Mädchen beteiligen mit der Schaffung eines Arbeitsraumes für sechs Näherinnen aus der Umgebung, die gegen gerechtes Entgelt für den deutschen Markt produzieren sollen. Dafür wurde inzwischen ein Finanzierungsantrag für das gesamte Gebäudeprojekt gestellt beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Wir warten auf das Ergebnis.

4. Tag Heute begrüßen wir persönlich die Kinder und ihre Erzieherinnen im „Happy Nest“ und überreichen die mitgebrachten Geschenke. Mrs.Sandamali ist als neue Praktikantin dabei, ihre Vorgängerin Hansi feiert Hochzeit. Wir zählen durch: es sind tatsächlich 24 Kinder im Raum, vier fehlen! War nicht die Rede von nur 25 Plätzen?
Eberhard beginnt mit dem Videokurs und der Erklärung von Recorder und Aufnahmetechniken. Wir stoßen auf erstaunliche Lernbereitschaft! Am Nachmittag treffen wir Mrs.Geetha, die in der Halle Computerunterricht gibt.
Auch für sie haben wir ein Geschenk mitgebracht.

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5. Tag In der Halle begrüßen wir Hasitha, der IT-Hardware unterrichtet. Er ist dabei, einen defekten Drucker zu reinigen. Von ihm lassen wir uns erklären, warum zu unserem Erschrecken nur noch die Häflte der ursprünglichen Computer-Arbeitsplätze zur Verfügung steht und an der Rückwand ein Haufen von Gehäusen, Monitoren und Druckern wild aufgestapelt zu sehen ist. Sicher trägt die hohe Luftfeuchtigkeit zu einem schnellen Verschleiß bei, erklärt er uns, aber die gespendeten Computer sind eben allesamt auch ältere Modelle (P2 und P3), die dann allmählich ihren Geist aufgeben. Motherboard, Netzteil oder andere Bestandteile gehen kaputt. Er berichtet und zeigt uns, wie er die einzelnen intakten Bauteile ausbaut und sichert, um daraus wieder funktionierende Systeme zusammen zu setzen.

Das braucht Zeit, die er so gut wie möglich außerhalb der von uns bezahlten Unterrichtsstunden neben seinem Studium zusätzlich einbringt. Die defekten Systeme kann er gut als Lernmaterialien mit seinen Schülern einsetzen ohne die Sorge, dass diese etwas kaputt machen könnten. Ein Umstieg auf neuere Betriebsysteme (Windows 7 und neuer) ist trotz der Sicherheitsmängel von XP auch nicht möglich. Da fängt man sich dann schnell Viren ein, wovon Eberhard selbst betroffen war, als er an den Computern arbeiten musste nach Ausfall des privaten Netbooks. Auch hier hat Hasitha spontan geholfen.Wir sind sehr beeindruckt von seiner Ernsthaftigkeit, seinem Fachwissen und seinem außergewöhnlichen Engagement. Ihm einen USB-Stick mit 62GB zu schenken, den er bestaunt hat, weil er lediglich mit einem 2GB-Pen arbeitet, ist nur ein kleiner Ausgleich.

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Und am Nachmittag treffen wir Mr. Lasith. Tatsächlich! Er hat unseren Vorschlag umgesetzt, die Englisch-Schüler in drei unterschiedliche Leistungsklassen aufzuteilen und diese jeweils getrennt zu unterrichten. Und nicht nur das! Er führt auch regelmäßig Tests durch, um den Lernfortschritt zu kontrollieren und uns rückzumelden. Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen, besonders auffällig bei denen, die regelmäßig teilnehmen. Da haben wir einen sehr guten Mitarbeiter gewonnen!

6. Tag Wir sitzen bei uns auf der Terrasse und sprechen über Planung und Vorbereitung der nächsten Aktivitäten. Wir haben angefangen, die Daten der Kinder im Kindergarten aufzunehmen und zu sammeln, um diese in ihrer Entwicklung später weiter zu begleiten. Das erfordert Aufnehmen von Fotos, Entwerfen, Drucken, Verteilen und Einsammeln und Auswerten von Formularen. Immer wieder sind wir mit der Kritik konfrontiert, dass eine solche Hilfe letztendlich doch nichts bewirkt. Das macht uns nachdenklich.

7. Tag Nikki steht kurz vor ihren O-Level-Prüfungen und hat sich Gedanken gemacht, was sie anschließend tun will. Auf jeden Fall will sie von ihrer jetzigen Schule weg, die ihr im Vergleich zu anderen sehr restriktiv vorkommt, was ihre fürsorgliche Tante Meena auch bestätigt. Da hat sie sich jetzt ein American College ausgesucht. Aber bei der Durchsicht der spärlichen Unterlagen merken wir, sie hat sich schlecht informieren und beraten lassen, denn das Ausbildungziel als Erzieherin von kleinen Kindern entspricht nun gar nicht ihrem immer geäußerten Wunsch, als Lehrerin nur mit Älteren zu arbeiten. Davon ist sie dann leicht zu überzeugen. Damit sie sich nicht von uns überfahren fühlt, wollen wir zusammen mit ihr das College noch einmal aufsuchen. Weil immer wieder andere Verpflichtungen bei ihr dazwischen kommen (so werden dieSchüler z.b. morgens angerufen, dass am Nachmittag ein Vorbereitungskurs stattfindet …), kommt es zu diesem Informationsbesuch dann doch nicht mehr.

8. Tag Den Vormittag verbringen wir mit den Kindern der Preschool. Für 14 Uhr haben wir die Erzieherinnen, die IT-Lehrerin und den Englisch-Lehrer in unser Haus eingeladen für eine erste „Teamsitzung“. Unsere Idee war, dass alle ein gemeinsames Verantwortungsgefühl für das gesamte Projekt bekommen, über alles gleichermaßen informiert sind und alles mit uns gemeinsam beraten und besprechen können. Wir merken: Teamarbeit ist eine westliche Erfindung und bedarf wohl einiger Eingewöhnung.

Die wöchentlichen Englisch-Kurse, die wir mit Mr.Lasith und den Erzieherinnen im Oktober letzten Jahres angeregt und finanziert haben, zeigten bei aller Schüchternheit schon erste Fortschritte in der Verständigung. 
Zum Computertraining mit Mrs. Geetha war es allerdings nicht gekommen und in der Sitzung kam es zum Streit zwischen den Frauen bei der Frage, wer daran schuld war. Gothama schlichtet solche Konflikte und übernimmt es daraufhin, die Erzieherinnen selbst in die Arbeit mit Computer und Internet einzuweisen. Erste Emails und Facebook-Einträge haben uns zwischenzeitlich schon erreicht. Lange erfragten wir die Hintergründe für den permanenten Wunsch, die Anzahl der Kindergartenplätze auszuweiten.
Wo für uns Qualität das entscheidene Merkmal für Begrenzungen ist, scheint Quantität hier in der Kultur auch zum guten Ruf einer Einrichtung beizutragen. Wir suchen also einen Weg in der Mitte…

9. Tag Von unserem Patensohn Gayan aus dem Karlsruher Scholarship Programm hatten wir ge- hört, dass er seine O-Level-Prüfungen sehr gut bestanden hatte. Heute treffen wir ihn in Matara zusammen mit seiner Mutter und seinem jüngeren Bruder Divan. Als Anerkennung schenken wir ihm eines der gespendeten neueren Handys mit einigem Gesprächs- und Internetguthaben. Anschließend gehts zum Einkauf von neuen Klamotten und Schuhen und diversen Nahrungsmitteln für die nächste Zeit. Mit dem TucTuc werden sie dann wieder in ihr Dorf gebracht.
Wir nehmen uns zwei freie Tage, der erste ist verregnet und am Freitag genießen wir Sonne, Meer und Strand auf unserem Lieblingsplatz im Giragalla Hotelgarten.

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12. Tag Eberhard setzt den Videokurs fort mit dem Schnitt der Aufzeichnungen vom Besuch der auxilio-venire-Gruppe. Armane assistiert Mr.Lasith beim Englisch-Unterricht und nimmt bei der Gelegenheit die ersten Fotoapparate zurück, die wir eine Woche vorher an Schüler verteilt hatten. Über zehn Kameras erhielten wir nach unserem Aufruf im letzten Report, die meisten über Robin, unseren zweiten Vereinsvorsitzenden. Unsere Idee war, Kinder und Jugendliche aus unserem Projekt Fotos machen zu lassen ohne jeglicheVorgabe. Wir wollten sehen, mit welchen Augen sie ihre Welt sehen und was davon sie festhalten wollen.
Die interessantesten Aufnahmen haben wir den jungen Fotografen ausgedruckt und stellen sie Euch in einer gesonderten Email zur Bewertung vor. Die von Euch als Beste gewählt werden wir beim nächsten Abschiedskonzert den Eltern und Gästen zur Beurteilung zeigen und die drei Gewinner erhalten dann jeweils ihre Kamera als Geschenk.

13. Tag Es ist wieder Zeit für den Einkauf unserer Nahrungsmittel und Getränke für die kommende Zeit in den Geschäften der nächsten Stadt, Schuhe sind zu reparieren in der Straße der Schuster, wir suchen nach einem Ladegerät für das Netbook, so vergeht fast ein ganzer Tag, mehr oder weniger erfolgreich.

Der 14. Tag, Montag, sieht uns vormittags mit den Kindern der Preschool, die sich begeistert jagen und fangen lassen, aber auch interessiert mit Armane Bilder schauen und kleine Spiele spielen. Eberhard staunt über die Begeisterung und Begabung seiner Videokurs-Teilnehmer. Und nachmittags sprechen wir mit der IT-Lehrerin und beobachten sie bei Ihrem Unterricht.

15. Tag Nikki fährt ab zu ihrer ersten O-Level-Prüfung. Wir lassen uns einweisen in die ausgefeilten Rituale, mit denen sie verabschiedet wird, und die ihr Glück bringen sollen. Zufrieden kehrt sie nachmittags zurück: es ging um ihr Lieblingsfach ‚human biology,’ also „easy and no problem!“ Um 14 Uhr erleben wir den Englischkurs mit Lasith und den Preschool Teachers. So lässt sich gut lernen! Mittwoch. Endlich ! Wir haben einen Termin in der Leeds International School in Galle, Nikki und Meena haben keine anderweitigen Verpflichtungen. Wir vermeiden den rasenden, überfüllten Bus und fahren gemächlich ca. 90 Minuten mit dem Zug. 60 Eurocent kostet die Fahrkarte! Die Atmosphäre bei der Anmeldung von Nikki für die nächsten zwei Jahre übersteigt alle unsere Erwartungen. Der Empfang ist freundlich, das Personal hilfsbereit, die Räumlichkeiten hell und großzügig, die Direk- torin begegnet Nikki mit aufmunternden Worten. Wir alle sind sehr zufrieden! Bei der Sampath Bank holen wir dann das Geld für die nicht unerheblichen Schulgebühren.

17. Tag Wir besuchen am Nawimana Tempel in Matara Vipassi Thero, den örtlichen Repräsen- tanten des Karlsruher Vereins „Patenkinder Matara“ und sprechen mit ihm über die Betreuung der Patenkinder und ihrer Familien, über örtliche soziale Projekte und auch über die Beobach- tung, dass der Nachwuchs an jungen Mönchen in den Tempeln zurückgeht. In den Familien werden immer weniger Kinder geboren, Arbeitsmöglichkeiten und erster Wohlstand nehmen allmählich zu, Armut geht langsam zurück. Eine erfreuliche Perspektive, auch wenn wir die Fakten nicht wirklich überprüfen können und wissen, dass buddhistische Mönche in Sri Lanka oft mit der Regierungsmeinung konform gehen. Von hier nehmen wir die Idee mit, am Tempel in Mirissa eine kleine Bibliothek mit englischen Kinder- und Jugendbüchern einzurichten, die in Matara ausgiebig genutzt wird. Dies trägt doch sehr zur Sprach- und sonstigen Bildung bei!

18. Tag Uns liegt eine Einladung vor in die staatliche Schule, in der Mr.Lasith unterrichtet. Trotz heftigen Regens treffen wir auf große Gruppen munterer Schüler in ihren weißen Uniformen, die sich engagiert auf das bevorstehende Vesak-Fest vorbereiten und uns quasi die Generalprobe vorführen ihrer Gesänge, Tänze und Theatersketche für den „English Day“. Schüler, Eltern und Lehrer der ganzen Region kommen zu Besuch , um sich von der Arbeit hier einen Eindruck zu verschaffen. Unser Eindruck jedenfalls war hervorragend, ganz entgegen dem allgemeinen Rufstaatlicher Schulen, die wir vorher auch schon kennengelernt hatten. Überraschender Höhepunkt war die Anfrage der 3 Schuldirektorin, ob Armane die Englisch-LehrerInnen nicht ein paar Stunden in Konversation unterrichten könne. Armanes Zusage für die nächsten Aufenthalte wird unseren Zeitplan noch enger und arbeitsintensiver gestalten, als wir es schon dieses Mal erlebt haben.

Samstag, 19. Tag Wir verabschieden uns von Hasitha, dem Hardware-Lehrer, der uns überraschend zu seiner Hochzeit Ende des Jahres einlädt. Das von ihm erwünschte Erinnerungsfoto und seine Abschiedsworte zeigen uns darüber hinaus, wie dankbar er ist, dass er mit der Bezahlung hier seine Studien zu Ende führen kann. Obwohl die Begegnungen mit ihm eher selten sind, rührt uns die persönliche Nähe doch sehr an. Nachmittags in den Englischkursen verteilen wir noch die Fotodrucke, wünschen den Schülern und Schülerinnen gute Erfolge und sagen „Good Bye“. Der Sonntag bleibt uns für die Vorbereitung unserer Abreise.

Montags verabschieden wir uns von den Kindern in der Preschool und verteilen letzte Geschenke. Alle Kinder, die keine Auf- nahme gefunden hatten, waren in den anderen gebührenpflichtigen Kindergärten untergekommen, bis auf zwei. Die Eltern hatten gehofft, die Zwillinge im nächsten Jahr bei uns unterzubringen. Da wir aber eine zweijährige Aufenthaltsdauer zur Bedingung gemacht haben, hatten sie auch dafür eine Absage erhalten. Schließlich erlaubten wir trotz der Platzzahlbegrenzung ausnahmsweise deren nachträgliche Aufnahme, was wieder zu mehr Ausgaben für Uniformen und Erstausstattung beim Wechsel in die Schule führt. Letztere auf ein Höchstmaß zu begrenzen kündigten wir an, aber die Eltern und die Zwillinge waren glücklich.
Als Anererkennung und Dank haben wir am letzten Tag alle Mitarbeiter eingeladen zu Tee, Gebäck und Pralinen. Dabei haben wir ihnen unser Slhoch2-Präsentationsvideo vorgeführt, das wir zum Teil beim letzten Aufenthalt aufgenommen hatten. Mrs Roshani vom Kindergarten, Mr. Lasith und Mrs.Geetha erhielten als Abschiedsgeschenk je eine Kamera und Nimalasiri vom Videokurs einen Camcorder zum Üben.
Der Kindergarten hat nach dem Zusammenbruch des Computers von uns eine neue Musikanlage mit Videoabspielgerät erhalten für die Einübung der verschiedenen Tänze. Beim Abschied spürt man, wie tief die Verbundenheit und das Vertrauen auf unsere Zuverlassigkeit inzwischen gewachsen sind. Wir sollen bald wieder kommen! Und das werden wir auch!

Fracht:  Im Oktober haben wir eine Sendung zusammengestellt mit gespendeten Computern. Die seetüchtige Verpackung hat dankenswerterweise Herr Krotz in Bruchsal sogar kostenfrei (!) übernommen. Die Firma Dachser in Karlsruhe machte uns ein supergünstiges Angebot für die Seefracht nach Sri Lanka: € 251,87! Zwar war das Schiff während unseres Aufenthaltes vor Ort schon  im Hafen ausgeladen, aber die Kisten konnten noch nicht in Empfang genommen werden – sehr zu unserem Bedauern.

 Gitta und Bodo, die zu der Zeit vor Ort waren, berichteten uns: „Gothama war wegen der Kisten nicht 3x sondern 5x in Colombo. Heute -siehe da- kam er mit den Kisten zurück. Um 9 Uhr trafen wir uns mit ihm im Tempel, um die Kisten auszupacken und die Sachen thematisch zu sortieren. Wir hatten auch das Geld für die verauslagten Kosten dabei. Doch als er uns die beiden Rechnungen vorlegte, haben wir fast einen Schlag bekommen. Es fielen für das Warehouse 2.662,- und für den Zoll 94.209,-LKR an, zusammen 96.871.“ Das sind in Euro: 590! Der Warenwert der gebrauchten und gespendeten Artikel war mit unter 500 Euro offiziell angegeben! Auch früher hatten sich die Zollbeamten mal was für sich genommen und die Rechnung war dann kleiner. Doch durch unsere exakte Auflistung und den Überweisungsweg wurde alles berechnet. Besonders mit Tax belegt wurden die technischen Artikel und die Brillen. Ebenso als neuwertig wurden die Stofftiere angerechnet!

                                 Auch früher hatten sich die Zollbeamten mal was für sich genommen und die Rechnung war dann kleiner. Doch durch die exakte Auflistung und den Überweisungsweg wurde alles berechnet. Besonders mit Tax belegt wurden die technischen Artikel und die Brillen. Ebenso als neu-wertig wurden die Stofftiere angerechnet!“

2013 Beate Mathias und Ulrike Schwager besuchen Mirissa

„Während unseres dreiwöchigen Aufenthaltes in Sri Lanka hatten wir die Möglichkeit, einen Einblick in den Kinder-garten „Happy Nest“ in Mirissa zu bekommen und konnten eine Woche mit den Kindern singen und musizieren.

Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Sozialpädagogik in Bruchsal hatten im Vorfeld Geld gespendet. So war es möglich, Orff’sche Instrumente, v.a. Metallophon-Klangbausteine, ideal für die Liedbegleitung, im Wert von 300 Euro mitzunehmen.

Am zweiten Tag wurden wir schon mit dem am Montag gelernten Lied“Hey, hello, bonjour, ayubowan…“ begrüßt.

Bei der Ausstellung von Bastelarbeiten am Schuljahresende, also am Freitag, konnten wir drei Lieder aufführen, wobei die Kinder und die Erzieherinnen diese selbst mit den mitgebrachten Instrumenten begleiten konnten.

Die Freundlichkeit der Menschen hat uns sehr beeindruckt. Reich beschenkt mit einer Bildcollage von unserem Aufenthalt verließen wir das “Happy Nest“ mit der Aufforderung wieder zu kommen.

Danach hatten wir noch 14 Tage die Möglichkeit, das Land auf eigene Faust zu erkunden. Wir danken Armane dafür, dass sie uns diese Erfahrung ermöglicht hat, Land und Menschen auf andere Art kennen zu lernen.“

Im November 2013 erreicht uns dann wieder eine schlimme Nachricht aus dem Kindergarten: Langanhaltende heftige Regenschauer haben einen Erdrutsch hinter dem Gebäude verursacht. Dabei wurde auch die Wasserleitung zerstört. Erste Maßnahmen wurden schnell eingeleitet. Wir haben Euro 360,- überwiesen zur Beseitigung der Schäden und einer stabileren Befestigung des Hanges.

Im Oktober 2013 waren wir wieder vor Ort.

Es hatte erste Veränderungen gegeben, um so mehr waren wir erfreut zu erleben, wie unser Projekt inzwischen auf festen Füßen steht.

Der junge Mönch Santhasiri hatte sich abgemeldet, um sich auf seine Examina vorzubereiten. Auch Mr. Ekanayaka, der Englischlehrer für die Fortgeschrittenen, konnte nicht mehr zum Tempel kommen.

Mr. Lasith

Dafür lernten wir jetzt Mr.Lasith kennen, einen jungen engagierten Lehrer, der an einer staatlichen Schule für Arme in den Hügeln von Mirissa unter-richtet. So gutes Englisch sprach bisher noch keiner der Lehrer. Seine Aufgeschlossenheit, Kooperations-bereitschaft und seine modernen Unterrichts-methoden fanden schnell unsere Sympathie und unser Vertrauen. Mit ihm zusammen beschlossen wir, den Anfängerkurs aufzuteilen in Schüler ohne und die mit Vorkenntnissen. Der dritte Kurs bleibt für die Fortgeschrittenen.

Und beim Computerunterricht trafen wir auf Mrs.Geetha, die neue IT-Lehrerin, in diesem Fach schon mit langjähriger Erfahrung. Wir konnten beobachten, wie sie mit großer Ernsthaftigkeit an fünf Nachmittagen pro Woche Schüler, Erwachsene und bereits Berufstätige mit Computern und Software vertraut macht.

Mit Hasitha, der Samstags den Umgang mit der Hardware lehrt, haben wir angedacht, Studenten nach Abschluss des Kurses mit entsprechenden Werkzeugen auszustatten, damit sie selbständig durch Reparaturen Einnahmen erzielen können. Ein kleiner Teil davon soll wieder in das Projekt zurückfließen.

Im Oktober gibt es einen staatlichen Children’s Day. Die öffentliche Veranstaltung zum Kindertag hätten wir bestimmt etwas kindgemäßer gestaltet, aber die Familien dort schienen ganz zufrieden.

Beim buddhistischen Ritual des Parents‘ Day eineWoche später im Nawimana Tempel in Matara trafen wir unseren Patensohn Divan zusammen mit seiner Mutter. Gayan war bereits in den Vorbereitungen zu seinen O-Level-Prüfungen. Am Vollmondabend haben wir dann die gesamte Familie nach einem gemeinsamen Tempelbesuch zu uns zum Essen eingeladen. Die Mutter ist immer noch glücklich über den Fliesenboden, der ihr die Pflege des behinderten Sohnes Ymesch doch sehr erleichtert.

Unsere Patentochter Nikki wird ihr O-Level im kommenden Mai machen. Die Schulgebühren für die drei Trimester konnten wir auch diesmal wieder aufbringen. Wie wichtig diese Unterstützung ist, erlebten wir hautnah an ihren Konflikten mit ihrer noch in Dubai arbeitenden Mutter, die keine finanziellen Leistungen mehr aufbringt, weil ihr neuer Ehemann eine Schulausbildung für die Stieftochter nicht für nötig hält. Stattdessen erhob er Anspruch auf das Grundstück, das die Großeltern für ihr Enkelkind eingetragen hatten. Wie die 14jährige Nikki inzwischen gereift ist, erlebten wir dabei, wie bravourös sie sich bei den zum Teil schon juristisch vor der lokalen Polizei geführten Auseinandersetzungen geschlagen hat! Respekt! Und eine Bestätigung für unseren Einsatz!

Die Nachfrage aus der Bevölkerung nach Kinder-gartenplätzen ist stark gestiegen. Wir sind in der näheren Umgebung die einzige Preschool, die keine Gebühren erhebt. Damit halten wir ein Angebot für die Ärmeren bereit, was nach wie vor das primäre Auswahlkriterium ist. Es sollen auch mehrheitlich die jüngeren Kinder aufgenommen werden, die zwei Jahre bleiben, und nicht schon nach einem Jahr in die Schule wechseln.

Wir haben die Platzzahl erweitert, aber auf 25 Kinder begrenzt (40 wollten aufgenommen werden), um die Qualität der Betreuung zu gewährleisten. In anderen Kindergärten geht eher Quantität vor Qualität, jedes Kind bringt eben auch Einnahmen. Noch ist uns nicht klar, ob in der Kultur Sri Lankas die Masse vor dem Inhalt einen höheren Wert darstellt und nichts wert ist, was nichts kostet, so wie oft in unseren Kommerzgesellschaften.

Wir begannen uns dafür zu interessieren, was aus den Kindern wird, die den Kindergarten verlassen. Wir wollen jetzt regelmäßig einmal im Jahr zu einem „Ehemaligentreffen“ einladen. Neben persönlichen Gesprächen (was sprachlich kompliziert ist) können vielleicht die Antworten auf drei Fragen einen Eindruck ihrer Entwicklung vermitteln: Was ist dein Lieblingsfach? Was willst du einmal werden? Was machst du am liebsten in deiner Freizeit?

Wir konnten endlich die dringendsten Reparaturen an den Fenstern und den Spielgeräten durchführen lassen. Dabei ging es auch hier um die längere Haltbarkeitsdauer, die zunächst eine größere finanzielle Investition erfordert.

Das wurde ermöglicht durch zahlreiche Spenden, darunter besonders die von drei Jubilaren, die von ihren Gästen anstelle eines Geschenks eine Spende an unser Projekt erbeten hatten, sowie die Entscheidung der SMV und des Kollegiums der Käthe-Kollwitz-Schule (KKS) in Bruchsal, uns die Überschüsse vom Tag der Offenen Tür zu spenden.

Ein weiterer Höhepunkt war dann der Busausflug mit den Kindern der Preschool, ihren Eltern und den Betreuern nach Colombo. Einen solchen Trip wollen wir alle zwei Jahre anbieten, damit die Kinder auch mal aus ihrer begrenzten Welt herauskommen und ihr Heimatland kennen lernen.

Ausflug nach Colombo

Und am Tag vor unserer Abreise gab es wieder das obligatorische Jahres-Abschlusskonzert, uns zu Ehren und um den Eltern zu zeigen, was ihre Kinder an traditionellen Tänzen erlernt haben. Wir bewundern die Kleinen, wie sie dieses fast vierstündige Programm in immer wieder wechselnden bunten Kostümen durchhalten und die einstudierte Choreografie im Großen und Ganzen beherrschen (siehe auch w ww.facebook.com/weheragalla.educationscenter).

Wir haben in unserer Ansprache den Eltern und Gästen erklärt, was uns für unsere Hilfe motiviert: „Kinder brauchen eine Zukunft, denn Kinder sind unsere Zukunft!“
Und Gothama hat an die Anfangszeit erinnert und sich bei uns und all unseren Freunden und Förderern für die Aufbauarbeit bedankt. Diesen Dank geben wir hiermit weiter und schließen uns an!

Mai 2013

Reger Betrieb war im Computer Trainings Center! Zwei Nachmittagskurse für Schüler und Schülerinnen, in denen sie die Bedienung der Office-Programmen lernen. Mittwochs trafen wir auf erwachsene Frauen und Männer, die sich ebenfalls an den Computern weiterbilden in einem etwa viermonatigem Kurs und damit ihre Aussichten auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessern.

Und als neues Highlight hat ein mehrmonatiges Trainingsprogramm für Erwachsene begonnen, in dem es um die Hardware geht, den Aufbau und Umgang und um Reparaturen. Dazu wurde Hasitha eingestellt, ein kurz vor dem Examen stehender Student des College of Technology in Galle. Er erhält dafür 30 Euro im Monat, der Rest des IT-Lehrer- Etats geht an den Mönch Santhasiri, der alle anderen Software-Kurse leitet und jetzt begleitend auch den Umgang mit der Hardware lernt. Ein freundlich-engagierter junger Mann, der uns hoffentlich noch lange erhalten bleibt!

 In dieser Zeit konnten wir ein Vorhaben realisieren, im Haus von Gayans Familie einen Fliesenboden legen zu lassen, damit der Mutter bei der Pflege des schwer behinderten, inzwischen 16jährigen Sohnes Ymesch die Reinhaltung erleichtert werden kann. Bei der Umsetzung solcher Projekte lernen wir viel über die Gewohnheiten der dortigen Bevöl-kerung. An einen Kostenvoranschlag war nicht zu denken, die uns nach Deutschland übermittelten Preise schwankten zwischen 100 Euro und 100 Lakhs (das sind 100x 100.000 Rupies und wären umgerechnet 60.000 Euro). Aber auch vor Ort erwies sich der Weg als ein kein leichter: Die durch zähes Verhandeln in verschiednen Läden schließlich ermittelten Stückpreise für die Fliesen waren schon am nächsten Tag nicht mehr gültig, und dann war noch gar nicht ermittelt, wie viele Fliesen eigentlich wirklich notwendig waren. Dazu kamen der Transport, Sand und Zement und zum Glück lag der Arbeitspreis dank Nachbarschaftshilfe am Schluss bei nur einem Zehntel des Materials. Nach fünf Arbeitstagen konnten wir alle strahlend den glanzvollen neuen Boden betreten, der -zwar äußerst praktisch- sich aber augenstechend von der sonst so ärm- lichen Behausung jetzt abhebt. Und Ymesh hatte sich inzwischen daran gewöhnt, nicht mehr den Erdboden abzukratzen und sich in den Mund zu stecken, und erlebt nun ein neues Fußsohlengefühl. Ein großer Dank an die Spenderin!

Durch Spenden Ende 2012 wurde bereits die vorgesehene Zaunreparatur ausgeführt und ein Drucker finanziert. Außerdem konnten wir jetzt im Mai 220 Euro aus Spenden-geldern da lassen, wovon die Kindergartenküche durch Entfernung der Toilette vergrößert wurde und schon mal eine Tür zum Kindergarten gegen eine Holztür ausge    tauscht werden konnte. Erneuerungen der Fenstergitter, der Spielhütte und des kleinen Teiches stehen noch aus. 

Schließlich haben wir am Ende unseres Aufenthaltes Manell verabschiedet, die zweite Kindergärtnerin, die heiraten wird (links). Mit großer Freude übernahm Piyumi deren Job (zweite von rechts). Sie hatte schon das ganze letzte Jahr als Auszubildende im Kindergarten mitgewirkt und freut sich jetzt sehr auf ein volles Monatsgehalt anstelle des mageren Praktikantensalärs. Inzwischen gibt es auch wieder eine neue Studentin in Vorbereitung auf ihr Examen, die das Team im Kindergarten kreativ unterstützt (Hansi, zweite von links).

Zuwachs bekommt auch das Computer Trainings Center! Sarath, unser Vermieter, der im vergan- genen Jahr sich persönlich vor Ort hat informie ren können, bringt 9 Computersysteme aus der Internationalen Schule in Bremen, dem Arbeits platz seiner Frau, auf den Seeweg nach Mirissa. Auch einen neuen Beamer hat er beigetragen, der den Unterricht deutlich anschaulicher machen kann. 

13.April 2013

Es ist Samstag, wir sind am Vortag gerade erst eingetroffen Fünf nach sieben am frühen Abend. Plötzlich bricht ein Höllenlärm aus. Tausende von Böllern erschüttern die Luft. Nach etwa 20 Minuten ist der Spuk vorbei und eine tiefe Stille legt sich mit der kommenden Dämmerung über das Land. Ein paar Stunden später werden wir lautstark geweckt. Eine weitere Reihe von Böllern werden in unserer Umgebung abgeschossen, darunter jetzt sichtbar auch einfache farbige Leuchtraketen. Es ist 4 Uhr 06. Jetzt dauert der Lärm länger an und lockt uns hinaus auf die Terrasse.

 Im Nachbarhaus beobachten wir, wie im Wohnraum von den Eltern ein offenes Feuer entzündet wird. Ein Tonkrug steht auf der Flamme und wir sehen, wie die Milch kurz überläuft und dann mit Reis vermischt wird. Allmählich erscheinen die anderen Familien-mitglieder, die Kinder beugen sich zu den Füßen der Erwachsenen, um zu danken und deren Segen zu empfangen. Jeder trägt neue Kleidung, die zuvor erstanden oder genäht wurde. Das Familienoberhaupt überreicht allen in ein Betelblatt gewickeltes Geld.

 Dann setzt man sich um den reich gedeckten Tisch mit dem frischen Milchreis, verschiedenen speziellen Gebäcksorten und viel Obst, um gemeinsam das Neue Jahr zu empfangen !!! Wir wurden zu allen Ritualen eingeladen ,was uns deutlich machte, dass wir inzwischen fest zur Familie gehören.

Nach dem Besuch im Tempel werden Verwandte besucht und Geschenke überreicht. Am Nachmittag laden uns die Kinder dann zu traditionellen Spielen im Garten ein: „Eier“- Laufen mit Limetten; Küchlein mit dem Mund von der Leine beißen oder eine Münze aus einem Haufen Mehl herausfischen, ohne die Hände zu benutzen; Luftballons aufblasen und platzen lassen; zuvor ein Paartanz, Rücken an Rücken, mit dem aufgeblasenen Ballon dazwischen; um die Wette rennen; ein Lied singen oder besonders ausdrucksstark lachen oder weinen. Sogar kleine Preise für die Gewinner waren vorbereitet!

So begeht man, streng nach den Vorgaben der Astrologie, das singhalesische und hinduistische Neujahrsfest(Avurudu) in allen Familien in Sri Lanka. Die Kinder haben Ferien, damit sie mit ihren Familien die Verwandten besuchen können. Und so bekamen wir uner wartet auch ein paar freie Tage vom Kindergarten und den Englisch- und Computerkursen. 

Dort im Kindergarten waren die notwendigen Rituale schon vor den Ferien mit den Kindern vollzogen, die besonderen Spiele mit Kindern und Eltern fanden dann am zweiten Tag nach Ende der Ferien statt. Das war eine große Gaudi! Und wir mussten einfach mitmachen!


            September 2012 bis April 2013

Hanna, unsere erste Praktikantin

Hanna ist die Tochter von Armanes Kollegen Günter Melzer aus der alten „Käthe“-Schule, der wir für ihr soziales Praktikum nach dem Abitur diese Stellen vermittelt hatten.

 „Eine unvergessliche Zeit in Sri Lanka

Nach dem Abi hatte ich mich entschieden für einige Zeit nach Sri Lanka zu gehen und für 2 Monate in dem Projekt von Armane und Eberhard in einer Schule und einer Vorschule in einem Tempel in Mirissa zu helfen.                                                                                                                       Vor meiner Ankunft war ich sehr aufgeregt…Wie würden die Menschen dort sein? Und was würde mich dort überhaupt erwarten?                                                                Das Haus am Meer, indem ich die nächsten zwei Monate wohnte, war für mich sofort ein Zuhause. Die Nachbarfamilie nahm mich sofort liebevoll auf, so wie ich es noch nie zuvor von fremden Menschen erlebt hatte. Auch im Tempel und dessen angrenzendes „development center“ und der „Happy Nest“ Vorschule wurde ich sofort freundlich aufgenommen. Neben meiner Hilfe in der Vorschule in den Bereichen Englisch, Mathe, Singen und Tanzen, half ich dem Mönch Santhasiri nachmittags im Computer- und Englischunterricht. Aus meiner eigenen Schulzeit kenne ich es so… Einer redet, 20 beschäftigen sich mit etwas anderem und vielleicht zwei Leute hören interessiert zu. In Sri Lanka erlebte ich das Gegenteil… die meisten Jugendlichen waren wirklich interessiert was Neues zu lernen. Obwohl ich weder Englisch- noch Computerprofi bin, konnte ich den Kindern viel beibringen.

Für sie ist es keine Normalität in Word schreiben zu können oder sich eine eigene E-Mail Adresse einrichten zu können. Aber für sie ist eins klar… nur wenn sie so viel wie möglich lernen/wissen haben sie später die Chance einen guten Job zu bekommen. Aber auch in der Vorschule wurde mir deutlich, wie wichtig es ist, schon früh mit kindgerechtem Lernen anzufangen. Als Kind lernt man viel einfacher Sprachen und andere Dinge. Wenn die Kinder am Anfang noch schüchtern waren, kamen sie nach einiger Zeit rennend auf mich zu und versuchtem mir in einfachem Englisch etwas zu sagen. Auch das Spielen, Tanzen und Singen kam nicht zu kurz. Besonders bei dem srilankischen Tanzen wurde ich selbst auf die Probe gestellt. Neben der Zeit im Tempel hatte ich natürlich auch Zeit für das wunderschöne Meer, Ausflüge mit den Mönchen und der Nachbarfamilie, Tanzveranstaltungen mit den Vorschulkindern und Ausflüge zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten und Nationalparks. Für mich selbst war die Zeit am Tempel einfach unbeschreiblich. Ich lernte, dass die für uns normalen Grundkenntnisse in Englisch und Computer in Sri Lanka nicht normal sind und dass Bildung das wichtigste Gut ist, was man als Mensch haben kann, was wir im Westen oft vergessen. Gerade weil ich viele Einheimische um mich herum hatte, lernte ich viel über die Kultur, den Buddhismus, die Traditionen und die Menschen. Viel zu schnell ging die Zeit vorbei aber die schönen Erinnerungen begleiten mich jeden Tag und ich freue mich, wenn ich mal wieder in Mirissa sein werde.

Mein Dank geht an all die herzlichen Menschen, die mir die Zeit in Sri Lanka ermöglicht haben, besonders an Armane und Eberhard, die für das Projekt in Sri Lanka zuständig und dort mit Herz und Seele dabei sind.

Falls ihr mehr erfahren wollt, freue ich mich jederzeit über Post: hanna_melzer@yahoo.de; Adresse: Hanna Melzer, Von-Cramm-Straße 5, 53424 Remagen  

Unser Jahr 2012 bescherte uns zu Beginn gute Nachrichten aus Mirissa. Mit dem Ende der Ferien konnten alle Projekte nach dem Cyclone wieder normal starten. Eine Wasserpumpe war gekauft worden und die Dächer und Gebäude wieder repariert. „Thank you very much for helping us in  this helpless situation.”  

Ende 2011

Kurz nach unserer Rückkehr im November erreichte uns dann die tragische Nachricht, dass die Region  von einem Zyklon heimgesucht wurde, der viele Zerstörungen angerichtet hat und dem mehr als zwanzig Menschen zum Opfer gefallen sind, wobei viele noch vermisst werden.

Zum Glück haben all unsere Freunde dort keinen körperlichen Schaden erleiden müssen, so teilt uns unser Mönch Gothama mit:

“This time also our temple was a safe place for victims.The roof of our newly repaired computer center too was damaged. However, we could manage the situation because of you and all your friends. I personally would like to thank you on behalf of me and our students and villagers as our great friends and all your friends who help you to collect money to run our centers in this helpless situation.”

2011

Im April starteten wir unseren großen Spendenaufruf „WANTED“ .

Besonders angesprochen fühlte sich Anja, eine Kollegin von Armane an der Käthe-Kollwitz-Schule in Bruchsal, die ihrer Abiturs Klasse von unserem Projekt berichtete. Was diese Schüler und Schülerinnen spontan  auf die Beine stellten, davon war im Bruchsaler Kurier am 2.Juni zu lesen.

All diese Initiativen ergaben im Juni bei uns ein Warenlager im Wohnzimmer und eine vollgestopfte Garage.  31 prall gefüllte Umzugskartons, drei Fahrräder und diverse Krücken standen schließlich An-ang Juli bereit  für den Transport nach Viernheim, der Sammelstelle für die Hilfsgüter nach Sri Lanka.

Diesen Transport hat unser 22 Jahre alter VW-Bus noch brav erledigt, bevor er ein paar Wochen später mit Schaden am Kühlsystem auf der Autobahn liegen geblieben ist. Wir haben ihn dann – statt zu verschrotten – dem Verein „auxilio venire e.V.“ zur Reparatur und weiteren Verwendung überlassen.