Geschichte

Wir waren da – erstmals vor ca. 40 Jahren und haben uns gleich verliebt in dieses wunderschöne Land und seine freundlichen Menschen. Und jetzt sind wir zurückgekommen, erstmals 2010 und seitdem jedes Jahr wieder!

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Nach dem Tsunami hatte eine Welle der Hilfsbereitschaft das Land überflutet. Inzwischen waren die Häuser wieder- bzw. neu aufgebaut, die Strom- und Wasserversorgung funktioniert. Nicht sichtbar bleiben die seelischen Wunden.

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Der Tourismus, eine der Haupteinnahmequellen der Bevölkerung, war völlig zum Erliegen gekommen. Erst seit dem Ende des leidvollen Bürgerkrieges im Mai 2009 begann er sich allmählich zu erholen.

Die internationale Hilfewelle warinzwischen weitergezogen in andere Katastrophengebiete der Welt. Uns wurde berichtet, dass viele Projekte, damals angestoßen, besonders im Bildungsbereich, mangels nachhaltiger Unterstützung wieder eingestellt werden mussten. So wurde zum Beispiel am Weheragalla Ancient Tempel in Mirissa, im Süden der Insel, ein Kindergarten zunächst mit Hilfe einer taiwanesischen Organisation aufgebaut. Als die Gelder ausblieben, waren die Eltern gezwungen, für den Erhalt selbst aufzukommen mit der Folge, dass statt zuvor zwanzig Kinder jetzt nur noch acht durch eine Kindergärtnerin gefördert werden konnten.

Auch die weiterführenden berufsbildenden Kurse nach Beendigung der staatlichen Schulausbildung mussten aus Geldmangel wieder eingestellt werden. Die meisten Jungen hier können sich nach Schulabschluss lediglich als Fischer verdingen wie ihre Väter und Brüder, die Mädchen bleiben im Haushalt.

fischerboot

Gute Kenntnisse der englischen Sprache, Fähigkeiten im Umgang mit Computern und Internet und handwerkliche Fähigkeiten zum Beispiel im Nähen verbessern jedoch die Chancen enorm, einen Arbeitsplatz zu finden oder für eigenes Einkommen zu sorgen.

Das hat uns bewogen, mit Unterstützung unserer Freunde diese Projekte wiederzubeleben und zu fördern. Dabei legen wir Wert darauf, die Hilfe zu konzentrieren, sie an die vor Ort vorhandenen Strukturen anzubinden und vor allem für eine langfristige Sicherung zu sorgen.

 

Im Oktober 2013 waren wir wieder vor Ort.

Mr. Lasith
Mr. Lasith

Es hatte erste Veränderungen gegeben, um so mehr waren wir erfreut zu erleben, wie unser Projekt inzwischen auf festen Füßen steht.

Der junge Mönch Santhasiri hatte sich abgemeldet, um sich auf seine Examina vorzubereiten. Auch Mr.Ekanayaka, der Englischlehrer für die Fortgeschrittenen, konnte nicht mehr zum Tempel kommen.

Dafür lernten wir jetzt Mr.Lasith kennen, einen jungen engagierten Lehrer, der an einer staatlichen Schule für Arme in den Hügeln von Mirissa unter-richtet. So gutes Englisch sprach bisher noch keiner der Lehrer. Seine Aufgeschlossenheit, Kooperations-bereitschaft und seine modernen Unterrichts-methoden fanden schnell unsere Sympathie und unser Vertrauen. Mit ihm zusammen beschlossen wir, den Anfängerkurs aufzuteilen in Schüler ohne und die mit Vorkenntnissen. Der dritte Kurs bleibt für die Fortgeschrittenen.

Mr. Lasith mit Englisch-Klasse
Mr. Lasith mit Englisch-Klasse

Und beim Computerunterricht trafen wir auf Mrs.Geetha, die neue IT-Lehrerin, in diesem Fach schon mit langjähriger Erfahrung. Wir konnten beobachten, wie sie mit großer Ernsthaftigkeit an fünf Nachmittagen pro Woche Schüler, Erwachsene und bereits Berufstätige mit Computern und Software vertraut macht.

mr_hasitha_computerMit Hasitha, der Samstags den Umgang mit der Hardware lehrt, haben wir angedacht, Studenten nach Abschluss des Kurses mit entsprechenden Werkzeugen auszustatten, damit sie selbständig durch Reparaturen Einnahmen erzielen können. Ein kleiner Teil davon soll wieder in das Projekt zurückfließen.

Im Oktober gibt es einen staatlichen Children’s Day. Die öffentliche Veranstaltung zum Kindertag hätten wir bestimmt etwas kindgemäßer gestaltet, aber die Familien dort schienen ganz zufrieden.

divan_with_motherBeim buddhistischen Ritual des Parents‘ Day eineWoche später im Nawimana Tempel in Matara trafen wir unseren Patensohn Divan zusammen mit seiner Mutter. Gayan war bereits in den Vorbereitungen zu seinen O-Level-Prüfungen. Am Vollmondabend haben wir dann die gesamte Familie nach einem gemeinsamen Tempelbesuch zu uns zum Essen eingeladen. Die Mutter ist immer noch glücklich über den Fliesenboden, der ihr die Pflege des behinderten Sohnes Ymesch doch sehr erleichtert.

nikki_with_computerUnsere Patentochter Nikki wird ihr O-Level im kommenden Mai machen. Die Schulgebühren für die drei Trimester konnten wir auch diesmal wieder aufbringen. Wie wichtig diese Unterstützung ist, erlebten wir hautnah an ihren Konflikten mit ihrer noch in Dubai arbeitenden Mutter, die keine finanziellen Leistungen mehr aufbringt, weil ihr neuer Ehemann eine Schulaus-bildung für die Stieftochter nicht für nötig hält. Stattdessen erhob er Anspruch auf das Grundstück, das die Großeltern für ihr Enkelkind eingetragen hatten. Wie die 14jährige Nikki inzwischen gereift ist, erlebten wir dabei, wie bravourös sie sich bei den zum Teil schon juristisch vor der lokalen Polizei geführten Auseinandersetzungen geschlagen hat! Respekt! Und eine Bestätigung für unseren Einsatz!

drei_kindergartenkinderDie Nachfrage aus der Bevölkerung nach Kinder-gartenplätzen ist stark gestiegen. Wir sind in der näheren Umgebung die einzige Preschool, die keine Gebühren erhebt. Damit halten wir ein Angebot für die Ärmeren bereit, was nach wie vor das primäre Auswahlkriterium ist. Es sollen auch mehrheitlich die jüngeren Kinder aufgenommen werden, die zwei Jahre bleiben, und nicht schon nach einem Jahr in die Schule wechseln.

Wir haben die Platzzahl erweitert, aber auf 25 Kinder begrenzt (40 wollten aufgenommen werden), um die Qualität der Betreuung zu gewährleisten. In anderen Kindergärten geht eher Quantität vor Qualität, jedes Kind bringt eben auch Einnahmen. Noch ist uns nicht klar, ob in der Kultur Sri Lankas die Masse vor dem Inhalt einen höheren Wert darstellt und nichts wert ist, was nichts kostet, so wie oft in unseren Kommerzgesellschaften.

Wir begannen uns dafür zu interessieren, was aus den Kindern wird, die den Kindergarten verlassen. Wir wollen jetzt regelmäßig einmal im Jahr zu einem „Ehemaligentreffen“ einladen. Neben persönlichen Gesprächen (was sprachlich kompliziert ist) können vielleicht die Antworten auf drei Fragen einen Eindruck ihrer Entwicklung vermitteln: Was ist dein Lieblingsfach? Was willst du einmal werden? Was machst du am liebsten in deiner Freizeit?

armane_kidsWir konnten endlich die dringendsten Reparaturen an den Fenstern und den Spielgeräten durchführen lassen. Dabei ging es auch hier um die längere Haltbarkeitsdauer, die zunächst eine größere finanzielle Investition erfordert.

Das wurde ermöglicht durch zahlreiche Spenden, darunter besonders die von drei Jubilaren, die von ihren Gästen anstelle eines Geschenks eine Spende an unser Projekt erbeten hatten, sowie die Entscheidung der SMV und des Kollegiums der Käthe-Kollwitz-Schule (KKS) in Bruchsal, uns die Überschüsse vom Tag der Offenen Tür zu spenden.

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Ein weiterer Höhepunkt war dann der Busausflug mit den Kindern der Preschool, ihren Eltern und den Betreuern nach Colombo. Einen solchen Trip wollen wir alle zwei Jahre anbieten, damit die Kinder auch mal aus ihrer begrenzten Welt herauskommen und ihr Heimatland kennen lernen.

Ausflug nach Colombo
Ausflug nach Colombo

Und am Tag vor unserer Abreise gab es wieder das obligatorische Jahres-Abschlusskonzert, uns zu Ehren und um den Eltern zu zeigen, was ihre Kinder an traditionellen Tänzen erlernt haben. Wir bewundern die Kleinen, wie sie dieses fast vierstündige Programm in immer wieder wechselnden bunten Kostümen durchhalten und die einstudierte Choreografie im Großen und Ganzen beherrschen (siehe auch www.facebook.com/weheragalla.educationscenter).

annual_concertWir haben in unserer Ansprache den Eltern und Gästen erklärt, was uns für unsere Hilfe motiviert: „Kinder brauchen eine Zukunft, denn Kinder sind unsere Zukunft!“
Und Gothama hat an die Anfangszeit erinnert und sich bei uns und all unseren Freunden und Förderern für die Aufbauarbeit bedankt. Diesen Dank geben wir hiermit weiter und schließen uns an!

 

Beate Mathias und Ulrike Schwager besuchen Mirissa

preschool_musikunterricht_1„Während unseres dreiwöchigen Aufenthaltes in Sri Lanka hatten wir die Möglichkeit, einen Einblick in den Kinder-garten „Happy Nest“ in Mirissa zu bekommen und konnten eine Woche mit den Kindern singen und musizieren. Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Sozialpä-dagogik in Bruchsal hatten im Vorfeld Geld gespendet. So war es möglich, Orffsche Instrumente, v.a. Metallophon-Klangbausteine, ideal für die Liedbegleitung, im Wert von 300 Euro mitzunehmen.

Am zweiten Tag wurden wir schon mit dem am Montag gelernten Lied“Hey, hello, bonjour, ayubowan…“ begrüßt.

Bei der Ausstellung von Bastelarbeiten am Schuljahresende, also am Freitag, konnten wir drei Lieder aufführen, wobei die Kinder und die Erzieherinnen diese selbst mit den mitgebrachten Instrumenten begleiten konnten.

Die Freundlichkeit der Menschen hat uns sehr beeindruckt. Reich beschenkt mit einer Bildcollage von unserem Aufenthalt verließen wir das “Happy Nest“ mit der Aufforderung wieder zu kommen.

Danach hatten wir noch 14 Tage die Möglichkeit, das Land auf eigene Faust zu erkunden. Wir danken Armane dafür, dass sie uns diese Erfahrung ermöglicht hat, Land und Menschen auf andere Art kennen zu lernen.“

Weihnachtsmarkt Bruchsal 2013

Am 4.Dezember öffneten wir wieder eine Bude auf dem Bruchsaler Weihnachtsmarkt (diesmal für zwei Tage), um unser Projekt der Öffentlichkeit vorzustellen und gespendete Weihnachtsplätzchen, Weihnachtsschmuck, Flohmarktartikel und aus Sri Lanka mitgebrachte Handarbeiten zu verkaufen.

Stundenweise wurden wir durch zwei Vereinsmitglieder wirkungsvoll entlastet.Zum Glück hat uns persönlich der angekündigte Orkan „Xaver“ im Wesentlichen verschont, leider aber auch die Kunden vom Marktbesuch abgehalten.

schulbasar_armaneZusätzlich hat Armane in ihrer ehemaligen Schule einen Basar für Lehrer und Schüler abgehalten.
Insgesamt haben wir so 400,- Euro eingenommen.

 

 

Weihnachtsmarkt Bruchsal 2014

Wie auch schon im letzten Jahr haben wir auch dieses Jahr einen Stand auf dem Bruchsaler Weihnachtsmarkt gehabt. Neben selbstgemachten Keksen und Marmeladen wurden auch srilankanische Gewürze verkauft, die wir aus Mirissa mitgebracht haben. Insgesamt konnten wir fast 200 € einnehmen.

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Alle Einnahmen sind wie immer für unser Projekt in Mirissa bestimmt.